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Geheimtipps in Deutschland –
Urlaub an ruhigen Reisezielen

Uckermark

Auch wenn das Abstandhalten während der Corona-Pandemie als Gebot der Stunde gilt, muss dies keineswegs einen eintönigen Urlaub bedeuten. Mitten in Deutschland gibt es viele tolle Reiseziele, die kaum besiedelt sind und nach wie vor als Geheimtipps gelten. Entdeckt endlose Rad- und Wanderwege in unberührter Natur, durchpaddelt ungestört romantische Flussläufe und Seen und gebt nach eurer Rückkehr gepflegt im Freundeskreis mit euren Insidertipps an! So wird Social Distancing zum Abenteuerurlaub in unentdeckten Landschaftsschätzen.

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Uckermark

Naturerlebnisse zu Fuß, zu Wasser und auf dem Rad
Roofensee

Zwischen Berlin und dem östlichsten Zipfel der deutschen Ostsee erstreckt sich die „Toskana des Nordens“: In der Uckermark wechseln sich sanfte Wiesenhügel mit ausgedehnten Wäldern, Mooren und unzähligen Seen ab. Vor allem für einen Aktivurlaub inmitten der Natur ist diese Landschaft wie geschaffen. Wanderfreunde schnüren die Schuhe und entdecken rund 2.000 Kilometer idyllische Wege, die sie häufig ganz für sich allein haben. Die Uckermark zählt zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Deutschlands, sodass ihr ihre Schönheit auch bei Radtouren oder Kanufahrten kaum mit anderen teilen müsst.

 

Ausflugsziele in der Uckermark:

  • Renaissanceschloss Boitzenburg mit Park von Peter Josef Lenné
  • Lychen im Naturpark Uckermärkische Seen
  • Thermalsoleheilbad Templin
  • Buchenwald von Grumsin
  • Schlossruine Hohenlandin

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Odenwald

Sanftes Mittelgebirge mit Schlösserreichtum

Odenwald

Über saftige Streuobstwiesen wandern, den köstlichen lokalen Wein probieren und romantische Fachwerkstädtchen bewundern könnt ihr im herrlichen Odenwald! Das Mittelgebirge zwischen Bayern, Hessen und Baden-Württemberg braucht keine spektakulären Gipfel, um seine Besucher zu beeindrucken: Die höchste Erhebung ist der gerade einmal 626 Meter hohe Katzenbuckel. In seinem Schatten schmiegen sich sanfte, von plätschernden Bächen durchzogene Täler und zahlreiche Schlösser, die Besucher in eine romantische Märchenwelt versetzen. Ein besonderes Highlight unter ihnen ist das Schloss Schwetzingen mit seinem wundervollen Barockgarten, der sogar einen eigenen See beherbergt.

 

Weitere zauberhafte Schlösser und Burgen im Odenwald:

  • Wachenburg Weinheim
  • Barockschloss Mannheim
  • Burg Guttenberg über dem Neckar
  • Burgruine Rodenstein
  • Burg Wertheim
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Niederlausitz

Vom Baggerterritorium zum Badeparadies
Bagger+See

Wo vor noch nicht allzu langer Zeit gigantische Kohlebagger das Gelände in eine Mondlandschaft verwandelten, erstreckt sich heute ein weitläufiges Netz wunderschöner Badeseen. Im südlichen Brandenburg vereint die Niederlausitz hübsche Städte mit historischer Architektur, vielfältige Wassersportangebote und eine lebendige Industriegeschichte. Die mehr als 150 Jahre währende Bergbautradition der Region kann inzwischen in spannenden Tagebau-Safaris erkundet werden. Wer sich lieber in oder auf dem Wasser bewegt, findet eine große Auswahl an Badestellen und Bootsverleihen entlang der Seeufer. Besonders ans Herz gelegt sei euch der Senftenberger See, der mit rund sieben Kilometern Sandstränden, Liegewiesen sowie eigenen Bereichen für Hundebesitzer und FKK-Fans für jeden den richtigen Badespaß bietet.


Sorbisches Erbe
Die sorbische oder auch „wendische“ Kultur prägt vielerorts das Erscheinungsbild der Niederlausitz und besonders dem Spreewald, ihrem nördlichsten Teil. So finden sich die sorbischen Namen der Ortschaften auf den Straßenschildern und in Cottbus kann eine Wendische Kirche besucht werden. Zudem gibt es dort das Wendische Viertel sowie Wandbilder und Brunnen, die auf die sorbischen Wurzeln der Stadt hinweisen.
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Wangerooge

Insel der Erholung
Wangerooge

Was könnte den Alltagsstress besser vertreiben als ein tiefer Atemzug voll frischer, salziger Nordseeluft? Im Nordseeheilbad Wangerooge, einem nur knapp acht Quadratkilometer großen Vertreter der Ostfriesischen Inseln, streift der Wind vom Meer über Strände, Dünengras und Salzwiesen. Weil auf der Nordseeinsel keine Autos fahren dürfen, tuckern Urlauber gemütlich mit der seit mehr als 100 Jahren verkehrenden Inselbahn durch Wangerooge. Neben erholsamem Badeurlaub winkt Naturfreunden hier eine vielfältige Tierwelt zum Erkunden. So lassen sich im Frühling und Herbst Tausende Zugvögel zur Rast auf der Insel nieder und das Wattenmeer bietet Lebensraum für Kegelrobben und Seehunde.

 

Übrigens
Falls auf dem kleinen Wangerooge keine Unterkunft mehr frei ist, wartet auf den Schwesterinseln Norderney, Juist und Baltrum garantiert ein traumhaftes Hotelzimmer oder Feriendomizil auf euch!

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Altmark

Urlaub in der Wiege Preußens

Tangermünde

Als eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands hat die Altmark nicht nur eine reiche Geschichte, sondern auch eine ebenso vielfältige Natur zu bieten. Altehrwürdige Hansestädte sind hier gleich mehrfach anzutreffen, darunter Salzwedel, Gardelegen und Tangermünde. Ihre mittelalterliche Fachwerkarchitektur entführt euch in vergangene Zeiten und macht sich auf den Erinnerungsfotos ebenso gut wie die hübschen Kirchen und die prunkvollen gotischen Backsteinbauten. Wer sich gleich mehrere der Hansestädte anschauen möchte, kann eine entspannte Rundreise mit dem Mietwagen unternehmen. Abseits der urbanen Schätze erstreckt sich eine weitgehend flache, sattgrüne Landschaft mit Naturerlebnisräumen, Vogelschutzgebieten und vielen Möglichkeiten zur Beobachtung von Wildtieren.

 

Weitere Ausflugstipps in der Altmark:

  • Bauerngarten in Schäplitz
  • Deetzer Warthe
  • Hansestadt Stendal
  • Naturpark Drömling
  • Kloster Jerichow

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Pfälzerwald

Auf Teufels Spuren durch den Wald

Teufelstisch

Wer gerne mal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, sollte im Pfälzerwald gut aufpassen! Dieser erstreckt sich nämlich auf rund 180.000 Hektar und ist damit das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Unter dem grünen Kronendach durchziehen gut ausgebaute Wanderwege das Gelände, die Aktivurlauber an verschlafenen Dörfern und faszinierenden Felsformationen entlangführen. Eine der bekanntesten unter ihnen ist der Teufelstisch von Hinterweidenthal, ein 14 Meter hoher Pilzfelsen. Der Sage nach baute ihn der vorbeiwandernde Beelzebub höchstpersönlich, als er an dieser Stelle Rast machen wollte. Wenn ihr auf eurer Wanderung durch den Pfälzerwald keine Lust auf harte Felstische habt, kehrt einfach auf eine Portion Saumagen in eine der zahlreichen Waldgaststätten ein.

 

Tipp
Flotter als auf Wanderschuhen bewegen sich Mutige im Ziplinepark Elmstein durch den Pfälzerwald. Auf 18 verschiedenen Seilstrecken können Besucher dort ab zwölf Jahren in luftiger Höhe durch die Wipfel schweben.

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Oderbruch

Vom Flutgebiet zum Blumenmeer

Oderbruch

Nur maximal fünf Meter überragt das Oderbruch den Meeresspiegel. Tief stapeln muss die von malerischen Wasserwegen durchzogene Urlaubsregion aber keinesfalls. Ein wahres Paradies für Hobbykanuten und Paddelkünstler, ist das ehemalige Binnendelta der Oder auch die Heimat vieler interessanter Tierarten wie Biber und Eisvogel. Dabei hieß es im Oderbruch noch bis ins 18. Jahrhundert hinein zweimal im Jahr „Land unter!“, wenn die Oder das Gebiet überflutete. Preußenkönig Friedrich II. ließ die Region schließlich trockenlegen, sodass heute grüne Auen und blühende Wiesen die Landschaft prägen. Ein besonderes Highlight sind im Frühling die gelben Blütenmeere der Adonisröschen im Naturschutzgebiet Oderhänge-Mallnow, die ihr bei herrlichen Spaziergängen und Radtouren bewundern könnt.

 

Übrigens
Manche Ortsnamen im Oderbruch werden euch recht spanisch, pardon, französisch vorkommen: Croustillier, Vevais oder auch Beauregard erinnern an die Bauernfamilien aus Frankreich, die nach der Urbarmachung des Oderbruchs zu dessen landwirtschaftlicher Nutzung in die Region kamen.

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Heldburger Land

Majestätische Burgen und heilsame Quellen

Veste Heldburg

Im grünen Herzen Deutschlands erstrecken sich am südlichsten Zipfel Thüringens die sanften Hügel des Heldburger Landes. Auf einer der Erhebungen thront in 400 Metern Höhe die Veste Heldburg mit märchenhaften Türmchen und Zinnen als lohnendes Ausflugsziel mit fantastischen Ausblicken über das grüne Umland. Wer sich dieses aus der Nähe anschauen möchte, findet ein Netz gut ausgebauter Wanderwege, an deren Rändern sich Streuobstwiesen, Pferdekoppeln und kleine Fachwerkstädtchen aneinanderreihen. Große Tradition im Heldburger Land haben das Bierbrauen und die Backkunst – beste Voraussetzungen für jede Rast auf einer langen Wandertour! Wenn euch der Sinn eher nach Wellness steht, stattet der Terrassentherme in Bad Colberg einen Besuch ab und lasst euch von den warmen Heilquellen verwöhnen.

 

Tipp
Südwestlich der Veste befindet sich die gleichnamige Stadt Heldburg, deren Altstadt viele sehenswerte und liebevoll restaurierte Fachwerkbauten aufweist. Ein wahres Schmuckstück unter ihnen ist das Herzogliche Forsthaus Heldburg.

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Havelland

Fontanes Flussidylle

Havelland

Eine Landschaft, die Dichter zu poetischen Meisterwerken inspiriert, kann ja nur etwas Besonderes sein. Im Falle von Theodor Fontane darf sich das wunderschöne Havelland als Muse rühmen, das beispielsweise in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ausführlich beschrieben wird. Die Region ist der perfekte Ort, um zur Ruhe zu kommen – sei es bei einer gemütlichen Schippertour auf dem Hausboot oder Floß, oder nach Sonnenuntergang in Deutschlands erstem Sternenpark. Das Havelland hat durch seine geringe Besiedlungsdichte kaum mit Lichtverschmutzung zu kämpfen und lässt den Nachthimmel unvergleichlich schön strahlen. Die namensgebende Havel prägt das Landschaftsbild mit vielen gewundenen Flussbiegungen, Inseln und Seen, die Wassersportfans und Anglern ideale Bedingungen bieten.

 

Highlights im Havelland:

  • Sich bei einer Tour auf dem Havelfloß wie Huckleberry Finn fühlen
  • Schloss Caputh am Schwielowsee besuchen
  • Birnentorte im Alten Waschhaus Ribbeck essen
  • Den Havelland-Radweg entlangfahren

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Rothaargebirge

Wälder, Wisente und Wintersport

Wisent

Wer in dem Mittelgebirge rothaarige Riesen erwartet, wird wohl enttäuscht werden – mit der Farbe der Haarpracht hat der Name des Rothaargebirges nämlich nichts zu tun. Vielmehr weist der alte Name „Rod-Hardt-Gebirge“ auf früher dort gerodete Wälder hin, die aber glücklicherweise längst nachgewachsen sind. Heute überziehen die Hänge des Gebirgszuges großflächige Waldgebiete, die vor allem aus tiefgrünen Nadelbäumen bestehen. Im Landkreis Siegen-Wittgenstein durchstreifen sogar freilebende Wisente, deren Lebensraum auch für Besucher zugänglich ist, diese Wildnis. Im Winter verwandelt sich das Rothaargebirge in einen Traum für Ski- und Snowboardfahrer, denn es ist der schneereichste Teil des Rheinischen Schiefergebirges.

 

Tipp
Wenn ihr das Rothaargebirge mal aus luftiger Höhe betrachten wollte, erklettert den 24 Meter hohen Rhein-Weser-Turm bei Oberhundem. Von seiner Aussichtplattform überblickt ihr ein herrliches Panorama zwischen Kahleberg und Kindelsberg.

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Über den Autor

Susan Oehler

Zwar saß ich erst mit Mitte 20 zum ersten Mal in einem Flugzeug, habe seitdem aber fleißig aufgeholt. Dabei sind spannende Städtetrips meine große Leidenschaft: Von London über Madrid bis Lissabon durfte ich schon viele tolle Metropolen erkunden. Außerdem begeistern mich tropische Strände und Inseln ebenso wie abwechslungsreiche Landschaften, in denen die Natur das Sagen hat. Hier bei CHECK24 verrate ich euch als Online-Redakteurin gern meine besten Tipps zum Schauen, Staunen und Entdecken an den schönsten Orten der Welt sowie weitere Infos rund um die Themen Flug, Reisen, Mietwagen und Hotel.